Das liebende Herz
- 18. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. März
Inspiriert und gewidmet an die Herzen, die an eine starke Liebe glauben.

In diesem einen Moment,
als ich dachte,
mein Herz würde zerreißen,
als Enttäuschung
wie eine Welle über mir zusammenschlug
und Verzweiflung
mir die Luft nahm –
war da noch etwas anderes. Etwas stärkeres.
Still.
Unerschütterlich.
Das liebende Herz.
Das liebende Herz
wendet sich hin –
nicht einmal,
nicht leichtfertig,
sondern immer wieder.
Auch dann,
wenn es schmerzt,
wenn es brennt,
wenn alles in ihm schreit:
„Schließ dich.“
Doch es tut es nicht.
Es bleibt.
Es schaut hinter die Kulissen,
dorthin, wo Verletzung
nicht das Ende ist,
sondern ein Echo
von etwas, das gesehen werden will.
Das liebende Herz weiß:
ICH WERDE DAS DURCHHALTEN .
Nicht, weil es leicht ist –
sondern weil ich
für etwas Größeres gemacht bin.
Für eine starke Liebe,
die nicht so schnell zerbricht,
wenn es dunkel wird.
Für eine Liebe,
die den Sturm kennt
und trotzdem bleibt.
Ich bin durch die Flut gegangen,
habe gezweifelt,
gezittert,
losgelassen
und doch nicht aufgegeben.
Und irgendwo darin
hat sich etwas gewandelt.
Mit jedem Tag,
an dem ich mich
nicht verschlossen habe,
sondern geblieben bin,
ist etwas gewachsen.
Leise.
Kraftvoll.
Wahr.
Nicht nur mein Herz
ist stärker geworden –
die Liebe selbst
hat Wurzeln geschlagen in mir.
Und heute weiß ich:
Es war nie umsonst.
Denn das liebende Herz
kennt den Weg,
lange bevor ich ihn verstehen konnte.
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In Beziehungen kommt es aus den unterschiedlichsten Gründen zu Enttäuschung, Verletzung und inneren Prüfungen. Momente, in denen es leichter erscheint, sich zu verschließen, sich zurückzuziehen oder im Urteil zu verharren.
Doch genau hier liegt eine entscheidende Weggabelung:
Folge ich der Verletzung – oder dem liebenden Herzen?
Das liebende Herz lädt uns ein, hinter die Oberfläche zu schauen. Hinter Rechthaberei, hinter Kroll, hinter die impulsive Reaktion. Es erinnert uns daran, dass unter all dem oft etwas Tieferes liegt: das Bedürfnis nach Verbindung, nach Verlässlichkeit, nach echter Liebe.
Wenn es gelingt, in diesen stürmischen Zeiten nicht nur den Moment zu bewerten, sondern das Ganze zu sehen – die Geschichte, die Tiefe, das Gemeinsame – entsteht eine neue Reife.
Eine Reife, in dem Liebe nicht nur ein Gefühl bleibt, sondern zu einer bewussten Entscheidung wird.
Gerade die Phasen, die uns am meisten herausfordern, tragen das größte Potenzial in sich:
eine Liebe zu entwickeln, die nicht nur leicht ist, sondern tragfähig.
Nicht nur schön, sondern wahrhaftig.
Nicht nur kurzfristig, sondern verlässlich.
So kann aus einer Krise nicht das Ende entstehen –
sondern der Anfang von etwas, das tiefer, klarer und stärker ist als zuvor.
Eine starke Liebe.
In Liebe für Paare und Familien,
Susan



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