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Die Eigenschaften der Liebe

  • 24. März
  • 3 Min. Lesezeit

"Liebe stirbt nicht - sie wird vergessen."



Die Eigenschaften der Liebe – und die konsequente Hinwendung zu ihr


Liebe zeigt sich nicht in großen Worten.  

Sie zeigt sich in der Entscheidung.


In der stillen, oft unscheinbaren Entscheidung,  

sich immer wieder füreinander zu wählen.  

Nicht einmal. Nicht nur dann, wenn es leicht ist.  

Sondern gerade dann, wenn es herausfordernd wird.  

Wenn wir müde sind. Wenn wir uns unverstanden fühlen.  

Wenn wir am liebsten gehen würden.


Liebe wird erst sichtbar in Beziehung.  

Dort, wo ein Gegenüber ist.  

Dort, wo freier Wille auf freien Willen trifft.  

Und genau dort beginnt sie zu leuchten –  

wenn wir sagen:  

Ich entscheide mich für dich. Auch heute. Auch jetzt.


Ich erinnere mich an die Zeit,  

als wir junge Mütter waren.  

Wie selbstverständlich wir unsere eigenen Grenzen  

leise nach hinten gestellt haben.  

Wie wir Nächte getragen haben,  

wach, behütend, hingebungsvoll.  

Wie wir gegeben haben,  

ohne zu zählen.


Warum fiel uns das so leicht?


Es war die ehrliche Liebe.


Und vielleicht liegt genau darin ein Schlüssel,  

den wir im Laufe der Zeit ein Stück weit verloren haben.


Vielleicht haben wir verlernt,  

wie man wirklich liebt?


Nicht, weil wir es nicht können.  

Sondern weil wir begonnen haben,  

uns anders auszurichten.


Denn ja, wir leben in einer Zeit,  

in der Selbstfürsorge wichtig geworden ist.  

In der wir lernen, uns selbst zu sehen,  

uns ernst zu nehmen,  

uns nicht zu verlieren.


Doch was, wenn sich dieses Gleichgewicht verschiebt?  

Wenn aus gesunder Selbstfürsorge  

eine leise Selbstzentrierung wird?  

Wenn das „Ich“ immer lauter wird  

und das „Wir“ immer leiser?


Dann verändert sich etwas Grundlegendes.


Dann beginnt Beziehung,  

sich nicht mehr um Verbindung zu drehen,  

sondern um Erwartungen.  

Dann werden Partner unbewusst zu Erfüllern von Bedürfnissen.  

Dann verliert Liebe ihre Weite  

und wird enger, fordernder, brüchiger.


Und genau hier beginnt die Einladung,  

die vielleicht alles verändern kann:


Die bewusste, konsequente Hinwendung zur Liebe.


Aber was bedeutet das wirklich?


Es bedeutet nicht,  

sich selbst aufzugeben.  

Es bedeutet nicht,  

immer zu funktionieren oder still zu sein.


Es bedeutet,  

sich immer wieder neu auszurichten.


Sich zu fragen:  

Was nährt unsere Verbindung – und nicht nur mich?


Es bedeutet, innezuhalten,  

bevor wir reagieren.  

Den anderen wirklich zu sehen,  

auch wenn wir uns selbst gerade nicht gesehen fühlen.


Es bedeutet,  

für den anderen da zu sein,  

ohne sich dabei selbst zu verlieren –  

und gleichzeitig bereit zu sein,  

nicht immer im Mittelpunkt zu stehen.


Und die Bereitschaft,  

den Blick immer wieder zu weiten:


Wie geht es dir eigentlich?  

Was brauchst du?  

Was brauchen wir?


Denn genau dort,  

in diesem „Wir“,  

liegt die Kraft,  

die Beziehung lebendig hält.


Und vielleicht braucht es heute mehr denn je  

diese bewusste Entscheidung.


Eine Entscheidung gegen die ständige Ablenkung.  

Gegen das schnelle Reagieren.  

Gegen das Verlieren im Außen.


Denn auch das gehört dazu:


Dein Smartphone.


Es ist so selbstverständlich geworden,  

dass wir oft nicht mehr merken,  

wie viel es uns nimmt.


Aufmerksamkeit.  

Präsenz.  

Echte Begegnung.


Wie oft schauen wir hin,  

aber sehen nicht wirklich?  

Wie oft hören wir,  

aber sind innerlich woanders?


Liebe braucht Präsenz.  

Und Präsenz ist eine Entscheidung.


Vielleicht beginnt die Hinwendung zur Liebe  

nicht in großen Gesten,  

sondern in kleinen, stillen Momenten:


Wenn du dein Handy zur Seite legst.  

Wenn du deinen Lieben wirklich in die Augen schaust.  

Wenn du zuhörst,  

ohne schon eine Antwort zu formen.  

Wenn du bleibst,  

obwohl ein Teil von dir gehen möchte.


Liebe ist nichts, das einfach geschieht.  

Sie ist nichts, das uns nur widerfährt.


Liebe ist wie ein Garten.



Und dieser Garten entsteht  

durch das, was wir jeden Tag hineingeben.


Durch die kleinen Gesten.  

Durch Aufmerksamkeit.  

Durch Pflege.


Liebe braucht Zuwendung.  

Geduld.  

Und die Bereitschaft,  

sich immer wieder um sie zu kümmern.


Manchmal bedeutet das,  

Unkraut zu erkennen und zu entfernen.  


Manchmal bedeutet es,  

zu bleiben, zu nähren, zu bewässern –  

auch dann, wenn gerade nichts blüht.


Und vielleicht ist genau das  

die tiefste Wahrheit:


Dass Liebe nicht einfach da ist –  

sondern etwas,  

das wir gemeinsam wachsen lassen.

Immer wieder.  

Immer neu.


Und vielleicht ist genau das  

die tiefste Wahrheit:


Dass Liebe nicht darin besteht,  

den perfekten Menschen zu formen..  

Sondern darin,  

sich immer wieder bewusst  

der Liebe zuzuwenden.


Nicht einmal.  

Sondern jeden Tag.


In Liebe für Paare und Familien,

Susan 



 
 
 

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(c) 2025 SOKLARIA Susan Vogler
Mentoring, Coaching, psychologische Beratung, Energiearbeit 
Frauen, Familien & Kinder; Thüringen Erfurt 

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